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Robert Conn, Ballettdirektor; Foto: A.T. Schaefer

Liebe Ballettfreunde,


in diesem Jahr feiern wir das zehnjährige Jubiläum unseres Zusammenseins. Ein volles Jahrzehnt besteht nun das Ballett Augsburg unter meiner Leitung.

Zunächst möchte ich Ihnen, unserem Publikum, danken dafür, dass Sie durch Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung mitgeholfen haben, die Erfolgsgeschichte einer der erfolgreichsten kleineren Ballettcompagnien Deutschlands zu schreiben, während wir uns bemüht haben sie zu dem zu formen was sie heute darstellt.
Zum Zweiten möchte ich persönlich den vielen Choreografen, Künstlern und Freunden danken, welche mich über die Jahre unterstützt haben um meine Vorstellung einer Ballettcompagnie zu verwirklichen. Es war niemals einfach, aber immer inspirierend und es hat sich allemal gelohnt! Ich habe von so vielen Dingen geträumt als ich nach Augsburg kam aber ich hätte mir damals nicht vorstellen können, was wir mittlerweile alles erreicht haben. In der Rückschau bin ich sehr stolz auf das Geleistete.

Wir haben das Publikum durch höhere Vorstellungs- und Auslastungszahlen über die Zeit verdreifacht und mit dem Ballettabo das am schnellsten wachsende spartenspezifische Abonnement des Theaters geschaffen. Über 60 Choreografen, und darunter viele der gefragtesten und anerkanntesten unserer Tage, haben über die Jahre ihre Werke mit unseren Tänzern zur Aufführung gebracht.

Als Repertoirecompagnie haben wir uns mit zehn abendfüllenden Handlungsstücken, fünf Einaktern und zahllosen Kurzstücken im Rahmen der Mehrteiler profilieren können. Darunter war Romeo und Julia die mit 19.219 Besuchern bisher erfolgreichste Produktion der gesamten laufenden Intendanz-Ära im Großen Haus.
Kompositionsaufträge wurden vergeben, Zusammenarbeit mit anderen lokalen Künstlern wie der Puppenkiste oder Felix Weinhold in Auftrag gegeben und die Compagnie konnte sich auf Galaveranstaltungen national sowie international präsentieren, etwa bei Gastspielen wie kürzlich in Stuttgart, aber auch in der Türkei oder beim Belgrad Festival.

Wir haben die stets ausverkaufte jährliche Ballettgala als feste Institution verankert und die erfolgreiche Reihe Destillationen hat mehrere junge Choreografen auf den Weg gebracht, darunter den mittlerweile seine eigene Compagnie leitenden Stephen Delattre, sowie unseren neuen Hauschoreografen Riccardo de Nigris.

Kaum etwas, das wir bisher nicht in Angriff genommen hätten, und doch steht uns die größte Herausforderung nun mit der unerwarteten Schließung unserer Hauptspielstätte erst bevor! Gemeinsam werden wir uns dieser Situation stellen und ich bin mir sicher, dass wir auch diese meistern werden.

Den Auftakt werden wir mit der Erfüllung eines lang gehegten Traumes machen: Erstmals eröffnet das Ballett die Spielzeit! Wir tun das mit einer Neuproduktion des Nussknackers von Mauro de Candia, der uns nach Cinderella ein weiteres Mal mit einer intelligenten, bunten und unterhaltsamen Version eines großen Klassikers beehrt. Am Pult der Premiere wird GMD Domonkos Héja stehen. Das ganze Team wird nun die Schwabenhalle als neues Domizil in Beschlag nehmen und dort den Zauber dieses Stücks als erstes Ziel unserer „Reisespielzeit“ in die Messe tragen.

Mit (R)evolution zeigen wir in der dichten Atmosphäre der brechtbühne die Arbeit von vier verschiedenen international erfolgreichen Choreografen, von denen keiner bisher in Augsburg zu sehen war. Krzysztof Pastor von Polnischen Nationalballett, Mario Schröder aus Leipzig, Dominique Dumais aus Mannheim und der Belgier Lode Devos haben uns Schlüsselwerke ihres Schaffens anvertraut, die die Vielseitigkeit und Fertigkeit unserer Tänzer ein weiteres Mal unter Beweis stellen werden.

Für den nächsten großen Handlungsabend haben wir uns gleich zwei Stücke vorgenommen und zeigen in der Kongresshalle Valentina Turcus kraftvoll, dramatische Erfolgsproduktion der Carmen zusammen mit einer Neukreation des Bolero von Riccardo de Nigris, der uns nach seinen jüngsten Erfolgen bestimmt mitreißen wird.

Die Internationale Ballettgala ist ebenfalls bereits in Vorbereitung und wird hoffentlich ihr zehnjähriges Jubiläum wieder mit spannenden Gästen aus aller Welt erleben, um als festlicher Abschluss einer erfolgreichen Spielzeit und eines ganzen Jahrzehnts mit Ihrem Ballett Augsburg einen weiteren glanzvollen Höhepunkt zu setzen.

Wie immer wäre all das Nichts ohne Sie. Lassen Sie uns Ihnen unsere Dankbarkeit zeigen durch das was wir am besten können: Tanzen! Wir sind unterwegs zu Ihnen, kommen Sie zu uns.

Herzlichst,
Ihr 
Robert Conn
Ballettdirektor