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DIE FREILICHTBÜHNE AM ROTEN TOR

Laue Sommerabende vor malerischer Kulisse

Die Augsburger Freilichtbühne zählt mit ihren Aufführungen vor malerischer Kulisse zu den schönsten Sommerbühnen Deutschlands und ist mit über 2.100 Plätzen die größte Freilichtbühne im süddeutschen Raum. Hier arbeiteten bereits berühmte Regisseure wie Otto Falckenberg oder August Everding. Seit mehr als 80 Jahren führt das Theater Augsburg von Mitte Juni bis Ende Juli Opern, Operetten und Musicals als Glanzlichter des schwäbischen Kultursommers auf. Im August steht die Freilichtbühne für Gastspiele und Konzerte zur Verfügung. Die stimmungsvolle Kulisse vor der mittelalterlichen Bastion am Roten Tor bildet den unvergleichlichen Rahmen für außergewöhnliche Open-Air-Vorstellungen inmitten der Stadt.

Von der Wehranlage...

Das heutige Rote Tor war Teil einer Wehranlage, die einst das Gebiet der Freien Reichsstadt zu deren Schutz umschloss. Die erste urkundliche Erwähnung eines „Roth Thors" stammt aus dem Jahr 1259. Dieser befestigte Zugang sicherte Augsburgs Handelsweg nach Italien und damit wichtige Geschäftsbeziehungen der alten Handelsstadt. Auf Grundlage eines Gutachtens zur Sicherheit der Stadt wurde der Ausbau mit voll ausgemauerten Basteien beschlossen, den künstlich aufgeschütteten, vorspringenden Wällen. Von 1519 und 1551 entstanden so insgesamt acht Basteien, darunter 1545 der Rote Torwall. Zwischen 1605 und 1625 kam es zu den bedeutendsten Erweiterungsbauten von Elias Holl. Dessen revolutionäre funktional-ästhetische Bauweise war zu seiner Zeit bahnbrechend und prägt die Stadtsilhouette bis heute entscheidend mit.

... zu einer der schönsten Freilichtbühnen Deutschlands

Die ersten Freilichtspiele wurden 1928 auf Initiative des Verkehrsvereins veranstaltet, da dieser die geringe Veranstaltungsdichte in der Stadt bemängelte: Vor der Kulisse von St. Ulrich und Afra wurde nach Salzburger Vorbild Hugo von Hofmannsthals Jedermann in Szene gesetzt. Ein Jahr danach griff der Stadtrat eine Anregung von Otto Falckenberg, Direktor der Münchner Kammerspiele, auf. Der Rat beschloss, den Wallgraben am Roten Tor zu einer Freilichtbühne umzugestalten. Die nötigen Mittel wurden aus dem Friedrich-Prinz-Fonds zur Verfügung gestellt. Am 3. August 1929 wurden die ersten „Augsburger Festspiele im Amphitheater vor dem Roten Tor" mit Max Mells Nachfolge-Christi-Spiel (Münchner Kammerspiele; Regie: Otto Falckenberg) eröffnet. Am 31. August 1929 folgte die Freilicht-Premiere von Beethovens Fidelio. Die Münchner Abendzeitung sprach von der ‚schönsten Freilichtbühne‘ Deutschlands. Der finanzielle Misserfolg im Folgejahr führte dazu, dass die Spiele zunächst wieder eingestellt wurden. 1932 wagten Künstler der Städtischen Bühnen einen Neubeginn auf eigenes Risiko. Nach der Machtergreifung durch das NS-Regime wurde die Freilichtbühne zur ständigen Sommerbühne der Städtischen Bühnen (Prädikat: ‚Reichswichtige Spiele‘ mit namhaften Gästen aus dem In- und Ausland). Aufgeführt wurden vor allem Opern italienischer Komponisten und von Richard Strauss, der hier 1936 seine Elektra dirigierte. Nach kriegsbedingter Pause kommen seit 1946 alljährlich Musiktheater-Produktionen der Städtischen Bühnen - vor allem Opern und Operetten - auf der beliebten Sommerspielstätte zur Aufführung.

adresse

Freilichtbühne am Roten Tor
Rote-Torwall-Straße
86161 Augsburg

Links:

Weitere Informationen zu Ihrem Besuch auf der FreilichtbühneStuhlpatenschaft auf der Freilichtbühne

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Das Höfle

ist ein lauschiger Innenhof und Teil der Freilichtbühne am Roten Tor. Als beliebter Treffpunkt vor und nach den Vorstellungen sowie in den Pausen bietet es Platz für rund 300 Gäste. Für Snacks und Getränke sorgt die Theatergastronomie Cirkularium. Gelegentlich finden im Höfle auch Matinéen zu den Produktionen auf der Freilichtbühne statt.


Anschrift:
Am Roten Tor
86150 Augsburg