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Pressestimmen zu:

Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Otello

Oper von Giuseppe Verdi

„Eine saftige, lustvoll ausgespielte Verdi-Symphonie, eruptiv, dunkel grundiert, manchmal auch zu knallig. Chefdirigent Domonkos Héja ist ganz Fels in der Brandung, koordiniert unerschütterlich, dreht auf, wo es sein darf, bleibt aber immer sängerdienlich und hält den hochpräzisen Chor auf Kurs. Eine der faszinierendsten Augsburger Produktionen der vergangenen Jahre. Was so alles aus Not geboren werden kann.“ Markus Thiel: „Aus der Matratzengruft“, Münchner Merkur, 21.2.2017

„In einer Hinsicht jedenfalls ist diese Produktion eine enorme: Wenn Zurab Zurabishvili in der expansiven Titelrolle, Antonio Yang als diablosicher Marionettenführer Jago und Sally du Randt als jugendlich-tönende Desdemona ihre anfängliche Anspannung hinter sich gelassen haben, entwickelt sich einschließlich Chor ein Glanz, wie er kaum zu erhoffen war. Große Klasse!, gestützt von Ji-Woon Kim (Cassio) und Kerstin Descher (Emilia).“ Rüdiger Heinze: „Otello zwischen Tür und Angel“, Augsburger Allgemeine, 21.2.2017

„[...] Auch die Augsburger Philharmoniker unter Domonkos Héja spielen enorm ausdifferenziert. Ohne Graben, sondern ebenerdig auf Hähe der Zuhörer im Parkett, gewinnt das Orchester automatisch an Präsenz, schafft es aber, sich klanglich nie unpassend in den Vordergrund zu drängen. Stattdessen bringen die Musiker viele verschiedene Farben in das Grau: feine und leuchtende, knallige und flirrende, satte und schrille. „Untermalung“ ist das nicht, sondern eine selbständige Leistung: Das Orchester agiert als ebenbürtiger Partner der Sänger.“ Kathrin Hasselbeck: „Eifersuchtsdrama in grauer Betonwüste“, BR Klassik, 21.02.2017

„Die schwierigen Rahmenbedingungen greift auch das Produktionsteam um Michaela Dicu auf. Zentrales Element der schrägen Bühne sind Matratzen, die Insel Zypern, auf der die Oper spielt, erscheint als ein Unort im Irgendwo, eine traurige Landschaft des Übergangs, in der dennoch Feste gefeiert werden. Assoziationen zur Gegenwart sind ausdrücklich erwünscht. Der 60er-Jahre Betoncharme der Kongresshalle passt gut zu dieser nüchternen Bühnenkulisse. [...] Die Musik dieses späten, sehr Wagnerschen Verdi ist ebenso konzentriert und kompakt, und zum Glücksfall in Augsburg wird, dass die hervorragenden Solisten ein gesangliches Kraftzentrum bilden, in dem sie sich zunehmend und gegenseitig steigern.“ Berndt Herrmann: „Glücksfall in schweren Zeiten“, donaukurier.de, 24.02.2017 

„Den Outfits nach, besonders wenn man den Chor betrachtet, haben Timo Dentler und Okarina Peter das Stück in die Zeit der späten 1950er Jahre angesiedelt, was sehr gut funktioniert, da die Spießigkeit und Bodenständigkeit der Kleidung einen interessanten Kontrast zur Verworrenheit der gesamten Kulisse liefert. Gesänge und Schauspiel funktionieren in dieser Umgebung hervorragend. Regisseurin Michael Dicu hat mit dieser Inszenierung wirklich ein goldenes Händchen bewiesen, sind es doch viele kleine Handlungen und Ausdrucksweisen der Darsteller, die diese tragische Geschichte zu einer großen Erfahrung machen.“ Julian Stech: „Aber sowas von Herzlich Willkommen in Augsburg, Otello.“, a3Kultur, 21.02.2017