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Konzerteinführung: 19.10 Uhr

Aufgepudert

5. Sinfoniekonzert
Info

Das Konzertwesen der Barockzeit und der Frühklassik war weitestgehend von den Gegebenheiten der zeitgenössischen Hofkultur geprägt. Zur festlichen Repräsentation wurden Konzerte gepflegt, die Glanz und Macht des jeweils herrschenden Fürsten zum Ausdruck bringen sollten. Wie bei Telemanns Ouvertüre Les Nations handelte es sich auch bei Bachs genialen Orchestersuiten um eine Folge höfischer Tanzsätze. Die 3. Suite mit ihrer berühmten Air ist allein schon durch die Verwendung von Pauken und Trompeten ein Paradebeispiel barocker Prachtentfaltung. Vom Geist des Sturm und Drang geprägt ist Mozarts frühe g-moll Sinfonie, die der 17-Jährige 1773 während seiner Dienstjahre beim ungeliebten Salzburger Erzbischof komponierte Losgelöst von den Gegebenheiten ihrer Entstehung veränderten diese Werke im Verlauf der Jahrhunderte vielfach ihr musikalisches Gesicht. Unter der musikalischen Leitung Konrad Junghänels (Foto) werden sie im Rahmen dieses Konzertes wieder aus einer historisch ausgerichteten Aufführungstradition erfahrbar. Indem der Spezialist für Alte Musik mit seinem Interpretationsansatz direkt hineinführt in eine aufregende geschichtliche Tradition, gelingt es ihm, vertraute Klangwelten vom Ballast der Zeiten zu befreien und erfrischend neu zu beleben.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068
Pietro Locatelli: Concerto grosso Nr. VIII Pastorale F-moll
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788): Sinfonie Nr. 1 in D-Dur Wq 183/1
Georg Philipp Telemann (1681-1767): Les Nations, Ouverture B-Dur TWV 55:B5
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Adagio und Fuge in C-moll KV 546
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonie Nr. 25 G-moll KV 183

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel