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Fritz Kater

WE ARE CAMERA/jasonmaterial

Mama sagt: „Wir fahrn jetzt los/ in die Sonne heute siehst du zum ersten Mal das Meer". Die Antwort der Tochter: „Ist das groß? Dann will ichs nicht sehn." Mutter und Vater, Tochter und Sohn - eine Familie, bei der nur der Vater weiß, dass es sich nicht um einen Urlaub handelt. Der Vater ist ein Spion der DDR, der an einem geheimen B-Waffen-Programm mitgearbeitet hat. Es droht die Enttarnung. Deshalb flieht er mit seiner Familie in der Silvesternacht 1969 in ein Hotel nach Finnland. In dieser Nacht offenbart er seiner Frau, von „einem" Deutschland in ein „anderes" Deutschland übersiedeln zu wollen. Seine Frau verbringt in ihrer Verzweiflung die restliche Nacht mit John, einem Hotelangestellten - und Agenten. Ausgehend von dieser Silvesternacht, in der alte Strukturen zerbrechen und neue Lebensideen entwickelt werden, springt das Stück von der West-Vergangenheit in die Ost-Zukunft und spielt eine ungewöhnliche Familiengeschichte bis in die Jahre nach dem Mauerfall durch.

Fritz Kater ist ein Pseudonym des Regisseurs Armin Petras, dessen Eltern selbst 1969 von der Bundesrepublik in die DDR übersiedelten. In diesem letzten Teil seiner Trilogie über das Leben in der DDR lässt er die Figuren vom Weiterleben in einem fremden Land nach geglückter Flucht erzählen.


Inszenierung: Lilli-Hannah Hoepner
Bühne und Kostüme: Evi Wiedemann
Dramaturgie: Roland Marzinowski

Ernst, Vater: Martin Herrmann
Paula, Mutter: Ute Fiedler
Mirko, Sohn: Alexander Darkow
Sonja, Tochter: Sarah Bonitz
John, Superman/Konterganskinhead/multiple Persönlichkeit: Philipp von Mirbach
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