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Henrik Ibsen

Die Wildente

Zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten: reich und angesehen, die Werles, - verarmt und gesellschaftlich geächtet, die Ekdals. Aber beide Familien sind durch kleine und große Geheimnisse eng miteinander verbunden. Die Väter waren Geschäftspartner; für ihre krummen Geschäfte zahlte jedoch nur Ekdal mit seinem Vermögen und seiner Ehre, Werle kam ungeschoren davon. Dafür unterstützte Werle Ekdals Sohn Hjalmar dabei, sich beruflich zu etablieren, und arrangierte dessen Heirat mit Gina, einem früheren Dienstmädchen der Werles. Dem zuweilen etwas tristen Familienalltag - Hjalmar und Gina haben inzwischen eine 14jährige Tochter - entflieht Hjalmar, indem er von seiner großen Erfindung träumt, die er dereinst machen wird. Außer ihm glaubt wohl kaum jemand daran, aber: „Nimmt man einem Durchschnittsmenschen die Lebenslüge, nimmt man ihm gleichzeitig sein Glück.“ Der Wahrheitsfanatiker Gregers hingegen, Werles Sohn, glaubt, dass der Mensch nur auf der Grundlage von schonungsloser Ehrlichkeit glücklich werden kann. Doch sein Versuch, seinem Jugendfreund Hjalmar die Augen über dessen Familiensituation zu öffnen, führt zu einer tragischen Katastrophe.

Ibsens Stück ist ein Fest für Schauspieler. Seine psychologisch differenziert gezeichneten Figuren sind warmherzig und egoistisch, liebenswürdig und berechnend, komisch und tragisch zugleich.


Inszenierung: Sigrid Herzog
Bühnenbild: Bernhard Kleber
Kostüme: Ann Poppel
Musik: Andreas Breitscheid
Dramaturgie: Frank Zipfel
Regieassistenz: Elisa Sophie Kempel
Soufflage: Christine Heinze
Dramaturgieassistenz: Muriel Ernestus
Ausstattungsassistenz: Julika Frings

Direktor Werle:
Martin Herrmann
Gregers Werle: André Willmund
Der alte Ekdal: Eberhard Peiker
Hjalmar Ekdal: Tjark Bernau
Gina Ekdal: Franziska Arndt
Hedvig Ekdal: Anna Maria Sturm
Berta Sorby: Judith Bohle
Relling: Michael Stange