Bertolt Brecht
Mann ist Mann
Indien 1925 unter britischer Herrschaft. Der Packer Galy Gay geht auf den Markt, um einen Fisch zu kaufen. Dabei trifft er auf eine Maschinengewehrabteilung, die bei einem Einbruch ihren vierten Mann verloren hat und auf der Suche nach Ersatz ist. Mithilfe von Alkohol, Zigaretten und Geld überreden die Soldaten Galy Gay, die Stelle ihres Kameraden Jeraiah Jip einzunehmen, und rüsten ihn über Nacht um. Als Jeraiah Jip wird er die Grabrede auf Galy Gay halten und dann Held des kommenden Eroberungskrieges werden.
In Brechts Lustspiel, uraufgeführt 1926 in Darmstadt, wird vorgeführt, wie ein Mensch, der nicht nein sagen kann, vom friedfertigen Packer zur Kriegsmaschine ummontiert werden kann. Das weiß auch Witwe Begbick, in deren Kantine die Umwandlung beginnt: „Herr Bertolt Brecht beweist auch dann,/ Daß man mit einem Menschen beliebig viel machen kann./ (...) Man kann, wenn wir nicht über ihn wachen/ Ihn uns über Nacht zum Schlächter machen".
Inszenierung: Markus Trabusch
Bühnenbild: Volker Thiele
Kostüme: Nicole von Graevenitz
Dramaturgie: Geeske Otten
Uria Shelley: Thomas Kornack
Jesse Mahoney: Michael Stange
Polly Baker: Anton Koelbl
Jeraiah Jip: Toomas Täht
Charles Fairchild: Eberhard Peiker
Galy Gay: Tjark Bernau
Galy Gays Frau: Olga Nasfeter
Herr Wang: Philipp von Mirbach
Leokadja Begbick: Ute Fiedler
Musiker: Adrian Sieber, Alexander Kuralionok, Dominik Scholz

