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Archiv Gotthold Ephraim Lessing

Minna von Barnhelm

Ein Lustspiel

Ein Mann und seine Ehre: Der Siebenjährige Krieg ist vorbei, und Major von Tellheim wurde aus der preußischen Armee entlassen. Unehrenhaft. Dabei hat er nur nobel gehandelt und die von den sächsischen Ständen einzutreibende Kriegssteuer aus eigener Tasche vorgeschossen. Sein großzügiges Verhalten hat ihm allerdings nicht nur die Zuneigung der Adligen Minna von Barnhelm eingebracht, sondern auch den Vorwurf der Korruption. Nun ist Tellheim pleite, verletzt an Leib und Seele und wartet in einem schmierigen Gasthaus in Berlin auf seinen Prozess. Da er sich der Verlobten nicht mehr für würdig hält, verweigert er den Kontakt zu ihr. Doch er hat die Rechnung ohne die Liebe und das Geschick von Minna gemacht. Die lässt sich im selben Gasthof nieder, dreht den Spieß um und erteilt dem Major eine so eindrückliche Lektion, dass aus der Komödie fast eine Tragödie wird.
Mit Minna von Barnhelm, 1767 in Hamburg uraufgeführt, wurde zum ersten Mal in der deutschen Literatur Zeitgeschichte auf die Bühne gebracht. Doch Lessings Lustspiel ist nicht nur eine „Ausgeburt des Siebenjährigen Krieges" (Goethe), sondern ein mit Esprit, Scharfsinn und Komik geführter Ehekrieg noch vor der Eheschließung.


Inszenierung: Anne Lenk
Bühnenbild: Marc Bausback
Kostüme: Silja Landsberg
Dramaturgie: Tobias Vogt

Major von Tellheim, verabschiedet: Nicholas Reinke
Minna von Barnhelm: Judith Bohle
Franziska, ihr Mädchen: Lea Sophie Salfeld
Just, Bedienter des Majors: Anton Koelbl
Paul Werner, gewesener Wachtmeister des Majors: Alexander Darkow
Der Wirt: Martin Herrmann