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Archiv Giuseppe Verdi

La Traviata

Melodramma in drei Akten

Eine junge Dame der Pariser Halbwelt erkrankt tödlich und verzichtet auf die Liebe ihres Lebens. Die Kameliendame, Violetta Valéry, ist eine der berührendsten Verkörperungen des Topos der selbstlosen Kurtisane, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als gleichermaßen suspektes wie faszinierendes Wesen die Literatur bevölkert. Sie wird in den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und psychischen Ruin getrieben, nicht ohne vorher eingesehen zu haben, dass es ihr eigener Lebensstil war, der sie zum Unglück verurteilt hat.
Giuseppe Verdi interessiert in seiner Opernadaption der Kameliendame in erster Linie die Zerrissenheit einer menschlichen Seele. Der Realismus der Traviata besteht vor allem in der präzisen musikalischen Abbildung der Seelenlandschaft einer Frau, die zwischen dem Leben einer Prostituierten und der schon nicht mehr für möglich gehaltenen Erfahrung von Liebe hin- und hergerissen ist. Im Rausch der nächtlichen Feste erfährt sie die Sicherheit ihrer gesellschaftlichen Position, aber auch eine zunehmende Einsamkeit, die sich im Zuge ihrer Krankheit verstärkt. In ihrer Begegnung mit Alfredo lernt sie eine Liebe kennen, die sie alles aufgeben lässt, bis sie feststellt, dass es Grenzen gibt, die sie nicht überwinden kann.


Musikalische Leitung: Rune Bergmann, Carolin Nordmeyer
Inszenierung: Markus Trabusch
Bühnenbild: Volker Hintermeier
Kostüme: Su Bühler
Einstudierung der Chöre: Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek
Dramaturgie: Katharina John

Violetta Valéry: Sophia Christine Brommer
Flora Bervoix: Stephanie Hampl
Annina: Jutta Lehner
Alfredo Germont: Ji-Woon Kim
Giorgio Germont: Dong-Hwan Lee
Gastone, Visconte di Létorières: Christopher Busietta
Barone Douphol: Stephen Owen
Marchese d´Obigny: Giulio Alvise Caselli
Dottore Grenvil: Vladislav Solodyagin
Giuseppe: Oliver Scherer
Domestico Floras: Andre Wölkner
Angelo della morte: Ulrich Rechenbach
Orchester: Augsburger Philharmoniker
Chor: Opernchor des Theater Augsburg