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Archiv Richard Strauss

Elektra

Tragödie in einem Aufzug von Hugo von Hofmannsthal

Der Stoff aus der griechischen Mythologie ist so klassisch wie grausam. Königstochter Elektra sinnt nach blutiger Vergeltung für den Mord an ihrem Vater Agamemnon, dem König von Mykene: Als dieser siegreich aus dem trojanischen Krieg heimkehrt, wird er von seiner eigenen Frau Klytämnestra und ihrem Liebhaber heimtückisch erdolcht. - Viele Jahre sind seitdem vergangen, doch Elektra kann das Blutbad nicht vergessen. Hin und her gerissen zwischen der Liebe zu ihrem ermordeten Vater und dem verbannten Bruder Orest sowie dem Hass gegen Mutter und Stiefvater vegetiert Elektra wie eine vergiftete, gejagte Kreatur am Hofe dahin - ausgestoßen aus den Reihen derjenigen, die den Königsmord vergessen konnten.
In blutig-düsterer Sprache und mit einer die Grenzen der Tonalität sprengenden Musik konzentrierten Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal den antiken Stoff um Hass und Rache auf das Innenleben der Königstochter Elektra. In diesem Verzweiflungskampf werden die Figuren zwischen Hoffnung und Täuschung hin und her getrieben, zwischen Schweigen und Schreien, zwischen Schlaf und Alptraum. Im Finsteren entwickelt sich in den Abgründen befleckter Seelen ein tödliches Psychodrama, bis es am Ende heißt: „Schweigen und tanzen!"


Musikalische Leitung: Dirk Kaftan
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Bühnenbild: Paul Zoller
Kostüme: Annette Braun
Choreinstudierung: Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek
Dramaturgie: Marlene Hahn

Klytämnestra: Kerstin Descher
Elektra: Elena Nebera
Chrysothemis: Sally du Randt
Aegisth: Gerhard Siegel, Keith Boldt
Orest: Stephen Owen
Der Pfleger des Orest: Andre Wölkner
Die Vertraute: Simone Kneiseler
Die Schleppträgerin: Constanze Friederich
Ein junger Diener: Christopher Busietta
Ein alter Diener: Vladislav Solodyagin
Die Aufseherin: Sara Hedgpeth
1. Magd: Jennifer Arnold
2. Magd: Susanne Simenec
3. Magd: Stephanie Hampl
4. Magd: Sophia Christine Brommer
5. Magd: Cathrin Lange
Orchester: Augsburger Philharmoniker
Chor: Opernchor des Theater Augsburg