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Roland Schimmelpfennig

Der goldene Drache

Ein Haus mit einem China-Thai-Vietnam-Restaurant irgendwo in Deutschland oder Europa. Hier kreuzen sich mehrere Geschichten: Ein junger Mann aus China, der seine Schwester sucht, hat keine Papiere und leidet an fürchterlichen Zahnschmerzen. Ein Mann wird alt und wünscht sich etwas, das ihm niemand erfüllen kann. Eine Frau wird schwanger, doch ihr Mann will das Kind nicht haben. Ein anderer Mann wird von seiner Frau ver-lassen. Eine Grille arbeitet für eine Ameise und wird zunehmend von ihr ausgebeutet. Eine Stewardess findet in ihrer Thai-Suppe einen Zahn ... Im Asia-Imbiss berühren sich die Parallelwelten der Einheimischen und Immig-ranten und spitzen sich zu. Aus (scheinbar) alltäglichen und lapidaren Vorkommnissen entsteht um den kranken Zahn eine Komposition märchenhaft-irrealer und zeitlos-tragischer Elemente, in der immer wieder unser Leben in einer globalisierten Welt aufscheint.
Roland Schimmelpfennig, von dem zuletzt Push Up 1-3 am Theater Augsburg zu sehen war, ist einer der meistgespielten zeitgenössischen Dramatiker im deutschsprachigen Raum. Für Der goldene Drache erhielt er 2010 den Mülheimer Dramatikerpreis, zudem wurde das Stück von der Zeitschrift Theater heute zum „Stück des Jahres" gekürt.

Inszenierung: Ramin Anaraki
Bühne und Kostüme: Tatjana Kautsch
Dramaturgie: Roland Marzinowski

Ein junger Mann: Florian Innerebner
Eine Frau über sechzig: Eva Maria Keller
Eine junge Frau: Lea Sophie Salfeld
Ein Mann über sechzig: Martin Herrmann
Ein Mann: Klaus Müller