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Pension Schöller

Komödie von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs
Info

Um sich einen langersehnten Wunsch zu erfüllen, fährt der schrullige Rentner Klapproth nach Berlin, denn dort spielt bekanntlich die Musik und tobt das Leben. Klapproth möchte einem Gesellschaftsabend in einer Nervenheilanstalt beiwohnen und Verrückte hautnah erleben. Erfüllen soll ihm diesen außergewöhnlichen Wunsch sein Neffe Alfred, der sich von seinem Onkel finanzielle Unterstützung erhofft. Kurzerhand manövriert Alfred den Onkel in die Pension Schöller, in der Hoffnung, dass die extrovertierten Gäste des Hauses für den Schwindel verrückt genug erscheinen.

Und das tun sie! Onkel Klapproth amüsiert sich prächtig über die vermeintlich Unzurechnungsfähigen: den Weltreisenden, der schon alles erlebt hat, den Major a. D., mit dem jede Unterhaltung eine Schlacht bedeutet, den Opern-schmetternden Direktor und die Schriftstellerin, die mit ihrer Fragerei alle in den Wahnsinn treibt. Und nicht zu vergessen wäre da auch noch Kellner Eugen, den es trotz ausgeprägten Sprachfehlers auf die großen Bühnen der Welt drängt. Im wilden Durcheinander um Sein und Schein, um normale Verrückte und verrückte Normale weiß am Ende keiner mehr, was gespielt wird und wer denkt, er sei nicht verrückt, hat eine gute Chance es hier zu werden.

1890 uraufgeführt, ist Pension Schöller heute nicht mehr aus den Spielplänen wegzudenken. Schauspieldirektorin Maria Viktoria Linke und ein Teil des Augsburger Schauspielensembles verabschieden sich mit der rasanten Komödie vom Theater Augsburg.

Wir zeigen alle Vorstellungen in einer Arenabestuhlung, welche die besondere Spielstättensituation der brechtbühne ausnutzen wird. Es gilt freie Platzwahl.

PREMIERE : 06.07.2017