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Szenische Aktion in zwei Teilen von Luigi Nono

Intolleranza 1960

nach einer Idee von Angelo Maria Ripellino
Info

Faschismus, Armut, Folter, Vertreibung, Gefangenschaft und Naturkatastrophen identifiziert Luigi Nono als die Plagen des 20. Jahrhunderts. Mit seiner „szenischen Aktion" bezieht er als Künstler Stellung zu den brennenden politischen Fragen der Zeit. Aus Material des Tagesgeschehens stellt er die Biografie eines Menschen der Gegenwart zusammen. Dessen Höllenfahrt durch eine apokalyptische Landschaft entspricht ein innerer Erkenntnisprozess. In der formalen Strenge seiner Musik und der schwebenden Schönheit seiner Gesänge formuliert Nono eine Utopie, die Sinn darin entdeckt, Widerstand zu leisten, auch wenn man dabei scheitert: „Hier muss man bleiben, hier alles ändern!"

Kurzeinführungen im Garderobenfoyer: jeweils 50, 40 und 30 Min. vor Vorstellungsbeginn
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung im Foyer 1. Rang. 

Bitte beachten Sie: Aufgrund der veränderten Einlass-Situation ist bei Intolleranza 1960 kein Späteinlass möglich!

NO!NO. Aktionen und Performances zu Intolleranza 1960

Ausgehend von Luigi Nonos Idee einer „szenischen Aktion in zwei Teilen“ und der Verwendung von dokumentarischen und lyrischen Texten im Libretto, von Sartre bis Brechts An die Nachgeborenen, wird die Produktion Intolleranza 1960 von Aktionen und Performances begleitet. Vor und während der Vorstellung, in der Stückpause. Aber auch an vorstellungsfreien Tagen laden Aktionen dazu ein, noch tiefer in den Themenkosmos der Oper einzutauchen und einen Bezug zur (politischen) Gegenwart herzustellen. Als Partner für NO!NO konnten Künstlerkollektive aus Augsburg (Bluespots Productions e. V., MEHR MUSIK!, Lab binaer, Grandhotel Cosmopolis, LMZ der Universität Augsburg und weitere) und aus München (die urbanauten, Hunger&Seide) gewonnen werden. Ihre Arbeiten, Aktionen und Performances, stehen in direktem Bezug zu Intolleranza 1960, greifen ineinander, verweben sich.

Zum kompletten NO!NO-Spielplan


Musikalische Leitung: Dirk Kaftan
Inszenierung: Ludger Engels
Bühne und Kostüme: Ric Schachtebeck
Licht: Kai Luczak
Einstudierung der Chöre: Katsiaryna Ihnatsyeva-Cadek
Dramaturgie: Juliane Votteler, Tilmann Böttcher

Der Emigrant: Mathias Schulz
Eine Frau: Kerstin Descher
Seine Gefährtin: Sally du Randt
Sopran Solo: Cathrin Lange
Ein Algerier: Giulio Alvise Caselli
Ein Gefolterter: Vladislav Solodyagin
Gendarmen: Martha Hüttl, Julian Kluge, Matthias Ubert
Orchester: Augsburger Philharmoniker
Chor: Opernchor des Theater Augsburg

 

 

PREMIERE:  27.09.2013

Spieldauer: 1h 20 Minuten mit einer Pause